Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

Rauch- und Wärmeabzugsanlagen nach DIN 18232 sind Brandschutzeinrichtungen mit der Aufgabe Rauch und Wärme abzuführen.
(scrollen Sie gerne nach unten um sich weiter zu informieren).

Sie tragen dazu bei, die Brandbeanspruchung der Bauteile zu vermindern. Flüchtende Personen können sich durch eigene Kraft aus dem Gebäude retten. Das Rettungspersonal hat länger die Möglichkeit, das Gebäude zu evakuieren. Durch die Einsturzgefahr von brennenden Gebäuden entsteht ein weiter Risikofaktor. Es können benachbarte Gebäude bzw. Gebäude in Mitleidenschaft gezogen werden. 


Prüfvorschriften: jährliche Prüfung Sachkundiger / Sachverständigenprüfung PrüfVO NRW alle 6 Jahre !

Elektrische RWA

Elektrische RWA-Anlagen können mit Druckknopfmeldern manuell und mit Rauchmeldern automatisch ausgelöst werden. 
Elektrische RWA bieten neben der Schutzfunktion im Brandfall auch die Möglichkeit der täglichen Be- und Entlüftung. Diese Zusatzfunktion sorgt bei Mietern oder Mitarbeitern für ein angenehmes Klima. 

Pneumatische RWA

Der Vorteil der pneumatischen RWA liegt in der Unabhängigkeit von jeder Spannungsversorgung. Auch bei totalem Stromausfall arbeitet das System, da das Antriebsmedium in Druckgasflaschen 'gespeichert' ist. Aus diesem Grund gibt es auch pneumatische RWA in Treppenhäusern. Da ein Stromausfall auch Rauchmeldeeinrichtungen betreffen kann, werden pneumatische RWA mittels Thermoauslösegerät mit unterschiedlichen Auslösetemperaturen ausgelöst. 

Pyrotechnische RWA

Pyrotechnische Rauchabzugsanlagen stellen eine Kombination aus elektrischen und pneumatischen Systemen dar. Meist kommen diese Anlagen in großen Hallen und Treppenräumen zum Einsatz. Die Auslösung erfolgt automatisch über eine elektrische Steuerung mit angeschlossenen Druckknopfmeldern. Über einen Sprengsatz an der Abluftöffnung wird diese geöffnet. Nachteil der pyrotechnischen Rauchabzugsanlagen ist der nach Auslösung erforderliche Austausch des Sprengsatzes.